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Euregios Rhein-Maas, Pomerania, Neiße

Bis zur Jahrtausendwende wurden den Schülerinnen und Schüler der 9.Klassen als Auslandsfahrten der Frankreich-Austausch mit unserem Partner in Voiron angeboten sowie ein Englandaufenthalt als „paying guest“. Der überwiegende Teil der Schülerschaft begnügte sich mit einer mehr oder minder interessanten Fahrt in deutschen Landen. Auch gut, mag der Betrachter meinen; doch Europa wächst zusammen (damals 17 EU-Länder) und daher schien es uns sinnvoll, dass möglichst viele unserer Heranwachsenden internationale Luft schnuppern sollten mit der Möglichkeit, die Lebensweise und Kultur unserer europäischen Nachbarn näher kennen zu lernen. Bekanntlich bildet Reisen – wenn es richtig vorbereitet wird.
Als „Lernort“ eignen sich besonders die sog. Euregios (auch Europaregionen genannt), die sich an den Binnen- und Außengrenzen der EU befinden. Denn hier wird grenzüberschreitende Zusammenarbeit in unterschiedlichsten Bereichen praktiziert, z.B. in Wirtschaft, Verkehr, Kultur, Sprache, Sport, Arbeitsmarkt, Jugendtreffs u.v.m. Die Menschen in diesen Euregios leben vor, was für ganz Europa erstrebenswert ist.
Die erste Euregio wurde1958 im Grenzgebiet Gronau (D) / Enschede (NL) gegründet und erhielt den Namen EUREGIO ohne Zusatz. Sie galt als Vorbild für weitere Euregios an den deutschen Außengrenzen.
Das Dreiländereck D/NL/B, die Euregio Rhein-Maas, schien uns ein lohnenswertes Ziel zu sein. Bei der Suche nach Unterkünften stießen wir zunächst auf die Jugendherberge in Eupen in Belgien, später auf ein Jugendhotel in Maastricht (NL), nachdem dies geschlossen wurde, blieb uns die außerordentlich komfortable Jugendherberge in Aachen.
Im Zuge unserer vorbereitenden Aktivitäten ergab sich die Austauschmöglichkeit mit dem Sophianum in Gulpen (NL). Dieser Austausch wird seit 2001 regelmäßig durchgeführt.
An Sehenswürdigkeiten im Städtedreieck Maastricht-Lüttich-Aachen besteht kein Mangel.
Beginnend mit dem Besuch des Eurode Business Centers in Kerkrade/Herzogenrath bekommen unsere Schüler und Schülerinnen sogleich den Eindruck einer intensiven grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
In der alten Kaiserstadt Aachen mit ihren historischen Gebäuden, mit dem Dom, der 1978 als erstes deutsches Monument in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, erfahren wir aus der 2000-jährigen Geschichte der Stadt die wichtigsten Ereignisse aus dem Leben Karls des Großen.
Bei einer obligatorischen Wanderung zum eigentlichen Dreiländerpunkt kommt so manch einer ins Schwitzen. Die Lösung der Aufgabe, wie es möglich sein kann, dass man sich gleichzeitig in drei Ländern befindet, bereitet dann weniger Schwierigkeiten.
Bevor wir Maastricht erreichen, machen wir Station in Margraten, um den amerikanischen Soldatenfriedhof zu besichtigen. Über 8300 weiße Marmorkreuze, die in parallelen Bögen auf einer riesigen Rasenfläche angeordnet sind, zeugen vom Wahnsinn jeden Krieges. Bei unseren Schülern und Schülerinnen hinterlassen diese Bilder einen nachhaltigen Eindruck.
Anschließend wird die alte Festungsstadt Maastricht in Eigenregie erkundet. Bei einem historischen Rundgang nach Plan mit Aufgabenzettel entlang der Reste der mittelalterlichen Stadtmauer und historischer Gebäude wird die Stadt erlebt, die für einige Niederländer als die Schönste gilt. Nach getaner „Arbeit“ treffen sich die Schüler und Schülerinnen meist in einem „US-Feinschmecker-Restaurant“. Einige gehen in der anschließenden Freizeit ein wenig shoppen, doch sie merken, dass sich in Maastricht vorwiegend Geschäfte für den gehobenen Bedarf befinden.
Bei einem Besuch in Eupen, in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens gelegen, lassen wir uns im Parlament über die Besonderheiten der politischen Landschaft Belgiens informieren.
Alternativ besuchen wir bei Terminschwierigkeiten den belgischen Rundfunk, der die Bewohner der Region mit seinem deutschsprachigen Programm mit Information und Musik durch den Tag leitet. Als Abschluss unserer Belgienexkursion informieren wir uns bei einer Führung im Schokoladenmuseum der Chocolaterie Jaques über den Kakaoanbau und die Produktionsweisen verschiedener Schokoladentypen. Natürlich steht am Anfang eine kleine Verkostung sowie am Ende die Möglichkeit, sich mit kleinen Leckereien einzudecken, oft auch als Mitbringsel für zu Hause gedacht.
Zur Erweiterung unseres Programms der Euregio-Fahrten erkundete ich mit meinem Kollegen Gerd Eidam die Möglichkeiten einer Fahrt in Richtung Ost-Mitteleuropa. So landeten wir in der Euregio Pomerania. Auch hier ergab sich eine Austauschmöglichkeit mit einem Lyceum in Szczecin (PL).
Der Austausch währte allerdings nur wenige Jahre, da von polnischer Seite die entsprechende Altersgruppe nicht mehr vorhanden war, nachdem wir die Fahrten vor dem Hintergrund von G8 in die 8. Klassen „verlagern“ mussten. Dennoch besuchte die Gruppe am ersten Tag Szczecin (Stettin) und machte sich nicht nur ein Bild dieser aufstrebenden Stadt, sondern konnte einige Male auch dem XIV Liceum Ogólnokształcące einen Kurzbesuch abstatten, um sich über das polnische Schulsystem zu informieren.
Unser Standort auf Rügen, die Jugendherberge in Binz, liegt zwar nicht ideal grenznah, bietet dafür aber eine Reihe von interessanten Besuchszielen.
Die Kreideküste vom Schiff aus oder eine geographisch-biologischen Führung durch den Naturpark Stubbenkammer, das Jagdschloß Granitz und das Ozeaneum in Stralsund; die Woche ist mit Highlights gut gefüllt. Ständiger Fahrtleiter ist der Kollege Gerd Eidam, dessen Schwerpunkt dieses Programm ist.
Im Schuljahr 2008/09 hatten wir mit dem sog. Doppeljahrgang ein logistisch nicht ganz einfaches Problem zu lösen, d.h., sowohl die 9. Klassen als auch die 8. Klassen sollten auf Fahrt gehen. Zur gleichen Zeit war das nicht möglich, so dass für die 9. Klassen die Fahrten wie bisher vor Ostern stattfanden, allerdings ohne Austauschmöglichkeit. Diese Option hatten wir schon für unsere Achtklässler reserviert.
Zudem wurde diesem Jahrgang erstmals eine weitere Euregio-Fahrt angeboten: Euregio Neisse, angeregt durch die Nähe zu unserer Partnerschule in Liberec (CZ) (ehemals Reichensberg) im dortigen Dreiländereck (D / PL / CZ). Bei der Erkundung fiel unsere Wahl auf den Standort Bautzen mit seiner originellen Jugendherberge in einer Burg der alten Stadtmauer.
Von hier lassen sich vielfältige Ausflüge unternehmen: In Liberec bekommen wir eine Stadtführung in deutscher Sprache durch Schüler des bilingualen Zweiges des Gymnázium F. X. Šaldy
Von Zittau aus machen wir eine Dreiländerwanderung durch das Zittauer Gebirge. Die östlichste Stadt Deutschlands, Görlitz, lädt ein zu einer Erkundung mit Überquerung der Brücke zum polnischen Teil der Stadt (Zgorzelec). Eine Tagesfahrt nach Prag mit Stadtführung von der Burg aus rundet das Programm ab. Auf der Rückfahrt machen wir einen Zwischenstop in Dresden, wenn möglich mit einer Kutschfahrt durch den historischen Kern der Stadt.
Die von den Schülern angefertigten Fahrtenmappen geben uns überwiegend eine positive Rückmeldung und den Schülern und Schülerinnen ein bleibendes Erinnerungsdokument.
An dieser Stelle sei noch einmal unser gesamtes internationales Fahrtenprogramm für die 8. Klassen vorgestellt, wobei nicht in jedem Schuljahr alle Fahrten durchgeführt werden. Zu allererst werden die Austauschprogramme bedient, von der Anzahl dieser Teilnehmer sowie einem vernünftigen Kostenrahmen für die einzelnen Fahrten (Teilnehmerzahl) hängt das weitere Angebot ab.